Eigener Inhalt ist König II

Na dann wollen wir doch mal. Ein bisschen was tut sich im Hause Canned Applause. Momentan nicht wirklich sichtbar, aber das wird, das wird. Versprochen. Da kommt dieses Jahr noch einiges auf uns zu. Was genau? Wird nicht verraten.
Aber um doch nochmal was schickes Neues unter das Volk zu bringen: Ein neuer Song. Noch nie live gespielt. Quasi unerhört. Eine Homage an Woody Guthrie.

Und noch etwas, was ich euch sagen wollte. Mich findet man zwar noch auf Soundcloud, aber ich habe mich dazu entschieden meine neue Musik auf hearthis.at zu veröffentlichen. Warum? Weil es eine kleine feine Plattform ist, die vieles richtig macht. Was noch so alles dort geht hat itsours zusammengefasst.

So viel mal wieder von mir. Gehabt euch wohl.

Wieland//Canned Applause

Eigener Inhalt ist König

AugentrommelNa das hat ja wieder gedauert, um hier einen neuen Eintrag zu machen. Und nachdem mir das kleine Monster Facebook nicht mein GIF dagestellt hat, klebe ich es jetzt ganz exklusiv in meinen Blog. Haha. Wer so ein GIF mit seiner Webscam selbst machen will, der sollte mal hier vorbei gucken: gif-cam.com (ist ziemlich simple). Und als Bonus nach dem Klick auch noch ein weiteres Foto, wie ich gerade versuche auf dem Selbstauslöserfoto so auszusehen, als ob ich gerade einsinge.

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ein lustiges, kleines, kalkuliertes Medienspektakel

Und auf einmal ist meine Timeline bei Facebook mit Frei.Wild voll. Und das mit Ansage. Hier also ein lustiges, kleines, kalkuliertes Medienspektakel:

Nehmen wir mal an, wir haben ein Musikpreis und nennen wir ihn mal aus Spaß Echo (ist ja auch ein passender Name bei Schallaufnahmen). Dieser Echo ist der wichtigste Musikpreis von einem Land. Das Land nennen wir aus nicht erfindlichen Gründen Deutschland.
Es ist nicht so, dass dieser Echo ein sehr renomierter Musikpreis wäre, weil eine fachkundige Jury die Preisträger auswählt oder überhaupt eine Jury irgendwas bestimmt. Den Musikpreis verleihen wir der Einfachheit halber nach Verkaufszahlen. Da hat man was in der Hand, nicht so eine wischiwaschi Meinung eines aufgeplusterten Musikjournalisten. Dieser Echo ist also der wichtigste Musikpreis von Deutschland, weil es keine ordentliche Alternative gibt.
Deshalb wird der kleine Echo auch von vielen Musikern eher belächelt bzw. ignoriert. Das hat aber niemanden gestört, weil ist ja trotzdem “der wichtigste Musikpreis Deutschlands”™. Ist eine gute Schlagzeile, verkauft sich an viele Zeitungsleser. Blöd nur, dass sich viele mittlerweile über andere Kanäle über Musik informieren und den Preis nicht (mehr) als Gütesiegel anerkennen.
Was soll man tun? Da kommt uns der Zufall zur Hilfe: Es gibt nämlich ein paar Musiker, die am rechten Rand der Gesellschaft nach Zuhörern fischen. Zufällig haben wir im letzten Jahr diese Band mit der rechten Zuhörerschaft nominiert und das fanden andere nicht so gut und wir hatten viel Aufmerksamkeit. Dieses Jahr ist schon wieder ein wenig mau mit der Aufmerksamkeit. Wenn das letztes Jahr zufällig geklappt hat, dann können wir das doch dieses Jahr nochmal machen. Die Medien springen bestimmt auf den Zug auf (worüber sollen die auch sonst groß berichten?), alle regen sich auf und wir haben unsere Aufmerksamkeit und Berechtigung weiter zu existieren.

Alle soweit mitgekommen? Wunderbar.
Ich finde es auch bedenklich, dass Frei.Wild wieder nominiert ist. Ich denke, dass diese Band mit großen Kalkül das rechte Spektrum bespielt. Aber müssen wir uns wegen des Echos aufregen? Ja, aber an sich nicht wegen Frei.Wild, sondern viel mehr, dass dieser Preis nicht künstlerisches Können belohnt, sondern kommerziellen Erfolg.  Ich denke, wenn alle den Echo boykotieren, dann ist uns allen am meisten geholfen. Vielleicht sollten wir einen eigenen Musikpreis gründen. Einfach mit verschiedensten Musikredaktionen aus Radios/Zeitschriften/Internet/Fernsehn (Hallo Musikexpress, Intro, Zündfunk, Detektor.fm, Byte.fm, Tape.tv und wie sie nicht alle heißen) und ein paar Musiker oder Brachenmitarbeitern ein Kritikerpreis, der sich einen Scheiß um Verkaufszahlen scheert. Dann haben wir einen relevanten Musikpreis, der sich eventuell in ein paar Jahren mit so einem Preis wie dem Mercury vergleichen lässt. Und wir würden nicht mal in die Position kommen, Frei.Wild ungewollt eine Plattform zu bieten.

Ach 2014, du und ich

Wir beide. Wir sind noch nicht so richtig warm miteinander geworden. Ich glaube es liegt eher an mir als an dir. Ich habe mich mit deiner Schwester 2013 einfach so gut verstanden, dass die Beziehung zwischen dir und mir nun ein bisschen vorbelastet ist. Ich glaube wir brauchen einfach noch ein bisschen Zeit miteinander. Es kann also noch besser werden und eins muss ich dir noch danken. Du hast mir gezeigt, warum ich Bonnie ‘Prince’ Billy liebe, höre und schätze.

Die Schwierigkeit angemessen zu schreiben

Ich sitze jetzt seit über einer Woche an diesem Eintrag. Nicht nur, weil mir dazu die Zeit gefehlt hat und das Blog nicht immer die höchste Priorität bekommt (Universität und neue Songs sind unter Umständen schon ziemliche Zeitfresser). Wie gesagt, das ist nicht der einzige Punkt, der diesen Eintrag nun seit einigen Tagen vor sich hin entwickeln lässt (sprich, er wird gar nicht angefasst). Es ist auch das Thema, auf das ich eigentlich hinaus will. Es ist nicht einfach über Rape Culture zu schreiben. Vor allem nicht ohne Plattitüden, Vorurteile oder einfachen Klischees.
Mir ist der Begriff bisher eher selten über den Weg gelaufen und auch da war es für mich dann auch wieder schnell vergessen. Sexuelle Gewalt und Vergewaltigungen sind für mich (und sicher auch für viele von euch) bisher kein Thema gewesen. Nur selten wird das Thema Vergewaltigungen in den Medien thematisiert und dann aber auch oft als Einzelfall/Skandal/Unfall deklariert. Eine rühmliche Ausnahme ist das Feature Indizien für eine Rape Culture: Stell dich nicht so an!

Das Radiostück ist unaufgeregt, hebt nicht den moralischen Zeigefinger und räumt mit Mythen/Klischees über sexuelle Gewalt auf. Es lässt sich gut hören und sensibilisiert nicht nur für Vergewaltigungen im “normalen” Leben, sondern auch auf der fiktionalen Ebene in Film/Game/Belletristik.

Gestern war der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Allein dass wir so einen Tag nötig haben ist traurig, dass dies aber z.B. nicht in der Tagesschau oder Tagesthemen angesprochen wird, sondern erst im Nachtmagazin ist unverständlich. Stattdessen wird jeweils mindestens 1/3 der Zeit über Koalitionsgespräche berichtet, die kein Stück weiter kommen. Auch auf der Website der Tagesschau ist kein Beitrag zu sehen. Da bin ich den Heute-Nachrichten dankbar, dass sie dem Thema Raum geben, ähnlich wie das Deutschlandradio.

Nehmt euch eine Stunde Zeit, hört euch das Feature an. Ich hoffe, dass euch das auch berührt und sensibilisiert.